Wissenswertes über Geräte, Verbindungselemente und Kompressoren

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Wissenswertes über Druckluftnagler und Nagelgeräte

  • Automatik-Ventil
    Dient der stufenlosen Einstellung der Heftgeschwindigkeit. Durch Festhalten des Auslösehebels kann man bis zu 20 Klammern pro Sekunde setzen.
  • Anschlag, höhenverstellbar
    Ermöglicht das Einstellen der Einschlagtiefe, z.B. zum bündigen Nageln von Faserzement-Platten.
  • Antidoppelschuß-Mechanismus
    Vermeidet ungewollte Doppelauslösungen, so das Setzen einer zweiten Klammer oder des Abdrucks des Treibers auf dem Werkstück.
  • Aufhängevorrichtung
    Ist oben an der Zylinderkappe angebracht zum ausgewogenen Aufhängen des Gerätes.
  • Coilmagazin
    Die Nagelstreifen sind zu einem Ring (engl.: coil) gewickelt. Das Nagelmagazin hat eine dementsprechende Form.
  • Einschlagtiefen-Regler
    Die Eintreibtiefe kann für unterschiedliche Holzarten eingestellt werden.
  • Einzelschuß-Auslösung
    Das Auslösen des Gerätes ist nur möglich, wenn man dieses erst auf dem Werkstück aufsetzt und dann den Auslösehebel betätigt. (Siehe auch:Kontaktauslösung)
  • Entstöreinrichtung
    Bei Verklemmungen im Nasenstück kann man dies ohne Verwendung eines Werkzeugs entstören.
  • Ergonomie
    Eine gute Ergonomie reduziert die Ermüdung bei der Arbeit und erhöht die Handlichkeit und Flexibilität.
  • Glasleistenanschlag
    Ist ein spezielles Werkzeug(Nase) zum Verformen (biegen) des Senkkopfnagels, der dann beim Eintreiben die Glasleiste in der Versiegelungsfalz befestigt und von der Scheibe wegläuft.
  • Kontaktauslösung
    Das Auslösen des Gerätes kann auch erfolgen, wenn man erst den Auslösehebel betätigt und dann das Gerät auf das Werkstück setzt. Durch Festhalten des Auslösehebels ist schnelles Arbeiten (auch touchen genannt) möglich.
  • Langmagazin
    Erhöht die Magazinkapazität und reduziert die Nachladezeiten.
  • Lange Nase
    Gerät hat eine lange Nase (Vorderplattenüberstand) zum Schießen in Ecken und Nuten.
  • Luftverbrauch
    Ist pro Schuß angegeben und dient zu Errechnung des Luftbedarfs eines Kompressors.
  • Lautstärke
    Gemessen in Dezibel(dBA) Niedrige Werte sind aus Gründen des Hörschutzes anzustreben.
  • Leerschlagsicherung
    Verhindert ein Auslösen des Gerätes ohne Nägel/Klammern.
  • Magazin-Kapazität
    Beeinflußt die Nachladehäufigkeit, d.h. wenig Arbeitsunterbrechungen = weniger Zeitverlust.
  • NOSAGanschlag
    Ist ein spezieller Anschlag an der Werkzeugnase zum Fixieren der Nosag-Schlaufen und Heften in die dafür vorgesehenen Löcher.
  • Oberlader
    Häufigste Beladeart eines Gerätes, d.h. der Befestigungsmittelstab wird von oben in das Magazin eingelegt.
  • Profil-Werkzeug
    Die dünne Nase (Vorderplatte) des Gerätes ermöglicht das Befestigen von Kunststoff-Profilbändern bei der Polstermöbelherstellung.
  • Profilholzkrallenwerkzeug
    Ein spezielle Nase, um Profilholzkrallen zu fixieren und diese durch die dafür vorgesehenen Löcher an der Unterkonstruktion zu befestigen.
  • Schalldämpfung
    ist meistens auch in die Kappe eines Ger&ätes integriert und reduziert die Lautstärke.
  • Schmierung/Ölung
    In der Regel sollte ein Druckluftnagler einmal wöchentlich mit ein paar Tropfen säure- und harzfreiem Öl durch die Schlauchtülle geölt werden. Die jeweiligen Empfehlungen finden sich in der Gebrauchsanweisung/Ersatzteilliste, die jedem Gerät beiliegt.
  • Schrägmagazin
    Ermöglicht den Zugang an schwer zugänglichen Stellen, das Verbindungmittel ist "treppenförmig" magaziniert.
  • Schußgeschwindigkeit
    Ist abhängig von der Schnelligkeit des Anwenders ( Auslösen des Ventilhebels oder Aufsetzen des Gerätes bei festgehaltenem Ventilhebel) bzw. von der eingestellten Geschwindigkeit des Automatikventils.
  • Seitenlader
    ei einigen Verbindungselementen ist es am einfachsten, diese seitlich ins Magazin zu beladen. (z.B. Stifte, Senkkopfnägel)
  • Sicherheit
    Die Geräte müssen den derzeit geltenden Bestimmungen entsprechen und mit einem CE-Zeichen versehen sein.
  • Spreizwerkzeug
    ist eine spezielle Vorrichtung am Klammeraustritt(Werkzeug/Nase), die bewirkt, das die Klammerschenkel je nach Ausführung nach innen oder außen verlaufen. (z.B. Befestigen von Stoffen auf Schaumstoff)
  • Unterlader
    Das Magazin ist von unten zu beladen , dafür muß das Gerät umgedreht werden. Daher in der Regel nur bei kleinen, leichten Geräten vorhanden.
  • Vibrationen/Rückschlag
    Dauerhafte zu starke Vibrationen und Rückschläge der Geräte können zu Entzündungen/Berufskrankheit führen. Daher ist auf möglichst geringe Werte zu achten. (Gemessen nach ISO 8662-11/E)
  • Vorderplatten-Überstand
    ist der Abstand zwischen der Magazinunterseite (vorne) und der Naglernase auf dem Werkstück. Je größer dieser Überstand ist, um so besser kann man in Vertiefungen heften.

Wissenswertes über Verbindungselemente

Verbindungselemente/Befestiger gibt es aus/mit verschiedenen Materialien, Oberflächen, Anschnitten oder auch Köpfen bei Nägeln. Jeder Anbieter verwendet seine eigenen Bezeichnungen und Abkürzungen. Nachstehend finden Sie eine Übersicht über die gängigsten sowie entsprechende Erläuterungen:

Material

  • BK
    blanker Stahl, wird im wesentlichen bei Nägeln verwendet und hat keinen Korrosionsschutz.
  • NK/GALV/verzinkt
    galvanisch verzinkter Stahl, wird im Wesentlichen zur Klammer-, Stifte-, und Senkkopfnagelherstellung verwendet und bietet Korrosionsschutz.
  • NKS/Stahl/ST/gehärtet
    galvanisch verzinkter, besonders harter Stahl bei Klammern und Nägeln für den Einsatz in harten Materialien wie z.B. Kunststoff.
  • RF/NR/A2/A4
    Heftklammern oder Nägel aus rostfreiem Draht, in der Regel aus dem Werkstoff-Nr. 1.4301 werden dort eingesetzt, wo sie dauerhaft Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt werden.
  • ALU/AL
    Heftklammern und Nägel aus Aluminiumdraht werden dort verarbeitet, wo das Werkstück anschließend noch weiter verarbeitet wird (z.B. gesägt).
  • MS
    Messingdraht, Anwendung der Heftklammern wie oben.
  • FVZ/fZn/FZN/FEUV
    feuerverzinkt, besserer Korrosionsschutz als galvanisch verzinkte Produkte. Wird im Wesentlichen bei Dachpappnägeln und Schieferstiften verwendet.
  • KU/Kupfer/CU
    Nägel aus Kupferdraht, z.B. Schieferstifte oder Haftennägel zur Befestigung von Kupferblechen.

Oberfläche

  • HZ/geh./H/HA
    Teilweise ist die Bezeichnung für die Harzung auch eine Kombination aus dem Firmennamen des Herstellers und der Bezeichnung "cote". Die Klammern oder Nägel sind mit einer Harzschicht überzogen, die Farben sind je nach Hersteller unterschiedlich. Die Harzung führt zu einem Gleiteffekt beim Eintreiben, die Klammer/Nagel geht leichter ins Material.(Weniger Engergie!). Beim Eintreiben erhitzt sich das Harz und geht nach dem Erkalten eine Verbindung mit dem Material des Werkstückes ein und führt so zu einer Verbesserung des Ausziehwiederstandes (Haltbarkeit).
  • Ring/Rille/RS/RI
    Beschreibt bei Nägeln einen geringten Schaft, der den Ausziehwiederstand verbessert.
  • SCHRAUB/SCH
    Beschreibt einen geschraubten Schaft bei Nägeln, der den Ausziehwieder-stand verbessert.

Farbe

Verbindungselemente/Befestiger mit farbigem Rücken oder Kopf setzt man überall dort ein, wo die Heftung auf der Oberfläche nicht sichtbar sein soll.

Anschnitt

  • C/CP
    Meißelanschnitt ist der Standardanschnitt bei Heftklammern und führt je nach Materialhärte zu einem geraden Verlauf der Klammer im Werkstück.
  • D/DP
    Säge- oder auch Sägezahnanschnitt führt je nach Materialhärte zu einem Verlaufen/Spreizen der Klammer im Werkstück und verbessert so den Ausziehwiederstand.
  • C/D,F CP/DP
    Ist ein spezieller Kombianschnitt zur Befestigung von Fermacellplatten und ist dafür vom Hersteller abgenommen.
  • EC/SA
    Stufenanschnitt bei Heftklammern, führt beim Auftreffen auf eine Stahlplatte zum Umlegen der Klammerschenkel, ähnlich wie beim Bürohefter.
  • DS
    Diamantspitze ist die überwiegend verwendete Spitze/Anschnitt bei Nägeln.
  • NIET
    Die Nägel sind einseitig angeschnitten und fähren beim Auftreffen auf eine Stahlplatte zum Umlegen (Nieten) des Nagels. Einen ähnlichen Effekt erreicht man auch mit Standardnägeln (Diamantspitze), indem man das Gerät leicht schräg auf das Werkstück setzt, und der Nagel dann auf einer Stahlplatte umlegt.

Zulassungen

Für den Einsatz im Baubereich oder Palettenherstellung ist für einige Verbindungselemente/ Befestiger die bauaufsichtliche/bahnamtliche Zulassung erforderlich, so für:

  • Ankernägel
    Nach DIN 1052 Teil 2 zur Befestigung von Holzverbindern. Ein Zulassungsbescheid muß vorliegen und kann bei Bedarf angefordert werden.
  • Heftklammern
    In der Regel in den Drahtdurchmessern 1,55 und 1,80 mm ebenfalls nach DIN 1052 Teil 2. Ein Zulassungsbescheid muß vorliegen und kann bei Bedarf angefordert werden.
  • Heftklammern
    Zur Befestigung von Fermacellplatten sind vom Hersteller abgenommen und empfohlen (Anschnitt C/D).
  • Rundkopfnägel
    Entsprechen üblicherweise in der Standardausführung der DIN 1052 Teil 2, die u.a. die Zugfestigkeit des Drahtes und Kopfdurchmesser beschreibt. Eine Werksbescheinigung wird von allen Prüfern der Bauä;mter und Güteüberwachungen wie eine "bauaufsichtliche Zulassung" anerkannt.
  • EPAL-zugelassen
    Von der Deutschen Bundesbahn bahnamtlich zugelassener Konvexringnagel für die Palettenfertigung und Reparatur.

Wissenswertes über Kompressoren

Kompressoren gibt es in den verschiedenen Bauformen, für den stationären oder mobilen Einsatz und in verschiedenen Qualitäten. Einige immer wieder vorkommende Begriffe haben wir nachstehend erläutert.

  • Ablassventil
    Befindet sich unter dem Kompressorentank am niedrigsten Punkt (möglichst am Ende) eines Rohrleitungssystems. Es dient zum Ablassen des Kondenswassers, das sich in jedem System bildet.
  • Abschaltentlastung
    Der Restdruck aus der Leitung wird freigegeben.
  • Anlaufentlastung
    Vorrichtung zum "sanften" Start des Motors.
  • Ansaugleistung
    Bezeichnet in Litern die Luft, die pro Minute vom Kompressor angesaugt wird, um komprimiert zu werden.
  • Atü
    Ist die alte Druckbezeichnung (Athmosphären-Überdruck). Heute mißt man in "bar".
  • Baumusterprüfung
    Ist diese vorhanden, ist für die Inbetriebnahme keine weitere Prüfung erforderlich.
  • Drehzahl
    Eine niedrige Drehzahl (pro Minute) bedeutet eine lange Lebensdauer und geringe Geräuschentwicklung (z.B. 65 dB(A)).
  • Höchstdruck
    Der angegebene maximale Druck sollte nie überschritten werden, weil einmal keine Garantie mehr besteht und zum anderen die Lebensdauer des Gerätes sehr stark leidet.
  • Kesselinhalt
    Bedeutet Luftvorrat und damit Energiereserve. Ist der Kesselinhalt zu gering, springt der Motor zu oft an, was zu einer kürzeren Lebensdauer führt. Ist der Kessel zu gross, braucht der Motor zu lange zum Auffüllen mit komprimierter Luft. Bei einem überdimensionierten Kessel ist der Kompressor für den mobilen Einsatz meist zu schwer und unhandlich.
  • Kondenswasser
    Befindet sich in jeder Luftleitung und läuft dort zum jeweils tiefsten Punkt. Es muß von Zeit zu Zeit abgelassen werden, wobei auch der Kessel des Kompressors nicht vergessen werden darf - das Ablassventil befindet sich unter dem Kessel.
  • Leiselauf
    Niedrige Drehzahl bedeutet längere Lebensdauer und geringe Geräuschentwicklung. Bei 65 dB(A) und weniger spricht man von einem Leiselauf-Kompressor.
  • Leitungsverlust
    Pro ca. 15 m Druckluftleitung muss mit einem Druckverlust von ca. 1 bar gerechnet werden.
  • Liefermenge
    Diese Angabe in Litern ist erforderlich zu Errechnung der Effektivität, d.h. wieviele und welche Geräte mit dem Kompressor problemlos betrieben werden können. Dafür braucht man den jeweiligen Geräte-Luftverbrauch, der in den Kaufunterlagen zu ersehen ist.
  • Motorleistung
    Gemessen in KW. Soll in einem guten Verhältnis stehen zur geforderten Leistung und zum Kesselinhalt. Sie sollte so gewählt werden, dass der Kompressor problemlos anspringt.
  • Motorschutzschalter
    Ist der Kompressor überfordert/überlastet, wird er durch den Motorschutzschalter automatisch abgeschaltet.
  • Ölstand
    Ca. 60 % aller Schäden am Kompressor sind auf zu wenig oder gar kein Öl zurückzuführen, daher regelmäßig den Ölstand prüfen.
  • Sicherheitsreserve
    Mit dem bekannten Luftverbrauch der einzusetzenden Geräte errechnet man seinen Kompressorentyp. Um weiteren nicht kalkulierbaren Luftverbrauch (Leckagen, höherer Arbeitsdruck, zusätzliche Geräte) zu berücksichtigen, sollte man ihn bei der Wahl des Kompressors rechnerisch verdoppeln. Das ergibt eine gute Sicherheitsreserve und führt zu einer längeren Lebensdauer des Kompressors.
  • Spannung
    Kompressoren für 230 V Wechselstrom können problemlos überall eingesetzt werden. Ein Drehstromanschluß mit 400 V findet sich nicht überall.
  • Wartungseinheit
    Besteht aus Luftfilter/Wasserabscheider, Druckminderer mit Manometer und Nebelöler. Das gewährleistet saubere, leicht geölte Luft mit dem gewünschten Leitungsdruck. Wartungseinheiten sollten so nah wie möglich vor den Arbeitsplätzen installiert sein. 6-10 Druckluftgeräte können von einer Wartungseinheit problemlos versorgt werden.
  • Zylinderanzahl
    Je mehr Zylinder ein Kompressor besitzt, um so mehr Kraft bzw. Leistung steht zur Verfügung.

 

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